Die Krise bietet Chancen zur Transformation

6. Oktober 2009

Alte, organisch gewachsene IT-Umgebungen können eine tödliche Falle für Unternehmen sein, die höchst agil im rauen Klima einer Krise operieren müssen. Zudem stellen sie einen Stolperstein für all jene dar, die sich in einem hart umkämpften, von kurzen Innovationszyklen geprägten Markt bewegen. Ihnen mangelt es an Transparenz und damit auch an Beweglichkeit. Das hat Folgen. So entsteht über die Jahre hinweg eine sehr komplexe, schwer beherrschbare Applikationslandschaft mit unzähligen Schnittstellen, welche Prozessanpassungen verlangsamen und den Informationsfluss im Unternehmen behindern. Überproportional anwachsende Supportaufwände sind die Folge und die interne IT droht zum Flaschenhals für das Kerngeschäft zu werden.
Für immerhin 30,8 Prozent der im Rahmen einer Studie von MSM Research befragten Schweizer Unternehmen ist die derzeitige Situation Grund genug, ihre Überlegungen und Diskussionen rund um das Thema der Auslagerung voranzutreiben. IT-Verantwortliche, die nun glauben, ihr Heil im Outsourcing zu finden, denken zwar prinzipiell richtig – aber zu kurz. Das Auslagern einzelner Aufgaben oder Prozesse kann zwar kurzfristig bereits helfen, ist aber nicht zukunftsorientiert. Die Chance liegt vielmehr darin, einen Schritt weiter zu gehen und die Optimierung der IT- und Geschäftsprozesse systematisch in Angriff zu nehmen: Mit diesem «Transformational Outsourcing»-Ansatz lassen sich über längere Sicht nochmals erhebliche Kosten einsparen.

Einsparen und modernisieren

Während beim klassischen Outsourcing-Ansatz meist eine schnelle Kosteneinsparung erzielt wird, bezieht der Dienstleister beim Transformational Outsourcing auch vor- und nachgelagerte Dienste mit ein. Dadurch werden neben der initialen Kosteneinsparung weitere und vor allem nachhaltigere Qualitäts- und Effizienzverbesserungen realisiert.
Dies setzt jedoch eine konsequente Vereinfachung und Verschlankung der IT-Infrastruktur voraus. Die Unternehmensberatung The Hackett Group schätzt, dass «mit einer IT, die frei von unnötiger Komplexität ist, Kosteneinsparungen von über 30 Prozent innerhalb der IT-Budgets möglich sind». Doch in der Praxis verbraucht die mit den Jahren immer schwerer beherrschbare komplexe Infrastruktur jene Summen, die das Unternehmen eigentlich in die Modernisierung seiner Infrastruktur setzen müsste.
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