Informatik-Bildungskonzept beginnt zu greifen

7. September 2009

Soeben wurde der 11. Lehrgang der Grundbildung abgeschlossen – weitere 2‘200 Junginformatiker/-innen und 300 Mediamatiker/-innen haben das eidg. Fähigkeitszeugnis erworben, insgesamt rund 20‘000. Sie bilden das künftige Rückgrat der Schweizer Informatik. Und dass sie gesucht sind, belegen ihre rasche Übernahme nach der Grundbildung und teilweise unverständlich hohe Erstsaläre. Auch heute noch.
Mit diesem Lehrgang haben nun alle Schweizer Berufsschulen auf das Modulkonzept i-ch umgestellt. Eine umfassend durchgeführte Evaluation dieses Konzepts im Kanton Zürich hat eine ausserordentlich hohe Akzeptanz in Betrieben, Schulen und bei den betroffenen Lernenden und Berufsbildner/-innen nachgewiesen, mit traumhaft hoher Zustimmung von 85 Prozent. Sehr geschätzt wird das flexible System, das in jedem Lehrgang bis zu fünf Wahlmodule für Verband und Betrieb vorsieht – da können immer neue, resp. betriebliche Bedürfnisse berücksichtigt werden.
Geschätzt wurde aber auch die hohe Transparenz der Informatikausbildung und vor allem die Handlungsorientierung: Jeder Lernende nimmt eigenhändig beispielsweise «einen Internetserver in Betrieb». Die Module werden mit einem Kompetenznachweis abgeschlossen, die «Lehrmeistern» kennen den Stand der Lernenden aus dem Zeugnis, was Korrekturen ermöglicht – die Noten zählen nämlich zum Abschluss. Eine praktische Abschlussarbeit im Betrieb rundet das Bild ab. Der einzige Kritikpunkt betrifft den Aufwand für die Prüfungserstellung und -Durchführung. Optimierungstipps des Verbandes, bessere interkantonale Zusammenarbeit und vor allem eine Prüfungsdatenbank werden auch diesen Negativpunkt beheben.
In diesen Tagen haben weitere 2‘700 Lernende die Grundbildung Informatik begonnen. 2‘500 Betriebe im ganzen Land sind an der Ausbildung der künftigen Nachwuchsleute engagiert und machen aus 10‘000 gestrigen Schülern/-innen innovative, leistungsstarke und qualitativ hochstehende Fachleute für morgen – das Gros der Lernenden ist in kleinen und mittelgrossen Betrieben beschäftigt.
Alfred Breu, Fachgruppe Lehr- und Praktikumsbetriebe SwissICT
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