Instant Messaging und die Produktivität

7. September 2009

Der heutige Wissensarbeiter verfügt über verschiedene Kommunikationskanäle, um sich mit seinen Arbeitskontakten auszutauschen. Die Anzahl dieser Kanäle hat sich infolge der technologischen Entwicklung vervielfacht. Zu den klassischen Medien wie persönliches Gespräch, Brief, Telefon und Fax sind E-Mail, Instant Messaging, Audio-, Video- und Web-Konferenzen hinzugekommen.
Die unterschiedlichen Kanäle richtig zu managen, ist eine Herausforderung. Es fällt den Wissensarbeitern zunehmend schwer, die verschiedenen Eingangs- und Ausgangsmedien für Informationen zu koordinieren und den Überblick zu behalten.
Instant Messaging ist eigentlich eine alte Form von computervermittelter Kommunikation. Früher wurde über IRC-Protokolle im Internet „gechattet“. Durch die Anreicherung mit zusätzlichen Funktionalitäten und dem Bedürfnis nach schneller Kommunikation gewinnt die Technologie sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich immer mehr an Bedeutung. Sie verfügt über fünf Schlüsselanwendungen:
IM ermöglicht Echtzeit-Kommunikation (Chat-Funktion)
IM ermöglicht Präsenzinformationen mit der Angabe un- terschiedlicher Ausprägungen (verfügbar, besetzt, abwe- send etc.)
IM alarmiert den Empfänger, zum Beispiel mit Pop-ups oder Alarmtönen, sobald eine Kommunikation gestartet wird (Alarm-Funktion)
IM ermöglicht die einfache Übertragung von Daten (Word-Dokumente, PDF etc.). Daten können während der Kommunikation ausgetauscht werden. 1
IM ermöglicht das Telefonieren über Internet (VoIP) und Videokonferenzen. 2
Der Einsatz dieser Schlüsselanwendungen verändert die bestehenden Kommunikationsmuster, wobei sowohl Produktivitätsgewinne als auch -verluste durch die Anwendung der Technologie erzielt beziehungsweise verursacht werden können. Über den Zusammenhang von IM und Produktivität gibt es mittlerweile eine breite Forschung. Die zentrale Frage ist, inwiefern Unterbrüche durch IM die Produktivität behindern.
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