Parlamentarische Gruppe kritisiert Schulinformatik-Ausschreibungen

4. September 2009

Die parlamentarische Gruppe digitale Nachhaltigkeit kritisiert die Ausschreibung der Schulinformatik, weil diese häufig nur Windows-basierende Angebote zulassen würden.


Immer wieder würden in der Schweiz öffentliche Ausschreibungen auftauchen, die von vornherein nur Windows-basierende Angebote zulassen, kritisiert die parlamentarische Gruppe digitale Nachhaltigkeit. Mit der Beratung der Forma Syteq sei man bei jeder öffentlichen Ausschreibung zum Schluss gekommen, dass Open-Source-Software (OSS) keine Alternative zu Microsoft Windows darstelle, so die Gruppe weiter. Als jüngstes Beispiel wird die Gemeinde Jegenstorf genannt, die ihre Schulinformatik neu beschafft.
„Das Pflichtenheft wurde deshalb für die Windows-Plattform erstellt. Angebote aus der Apple Macintosh- und OpenSource-Umgebung sind nicht zugelassen“ zitiert die parlamentarische Gruppe eine Ausschreibung auf Simap.ch. Dies sei erstaunlich, habe doch der aktuelle Fall vor dem Bundeverwaltungsgericht gezeigt (Swiss IT Magazine berichtete), dass eine derartige Vorwegnahme des Vergabeentscheids juristisch umstritten sei. Edith Graf-Litscher, Co-Präsidentin der parlamentarischen Gruppe, kritisiert zudem, dass den Schülern durch dieses Beschaffungspolitik die Chance genommen wird, künftig von der Vielfalt und den Gestaltungsmöglichkeiten einer Open-Source-Lösung zu profitieren.
(Alina Huber)
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Kommentar 1: muoslwh(nicht reg.) vom 04.09.09 11:35
Tja, die Schule war schon immer ein Ort, an welchem Kinder Sachen tun mussten, die sie nicht wollten. Wieso sollte das mit dem ausgewählten Betriebssystem anders sein? Lassen wir die Kinder wenigstens den Mac zu Hause geniessen!

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