Nicht nur aus dem Bauch entscheiden

27. November 2009

Wer sein Unternehmen auch in schwierigen Zeiten profitabel führen will, ist zeitgerecht auf richtige und vollständige Daten angewiesen. Liefern muss diese Daten die IT, anfordern die Geschäftsführung. Beide zusammen stimmen Geschäfts- und IT-Strategie aufeinander ab, verknüpfen sie und setzen sie um.


Die treibende Kraft hinter dieser Strategieentwicklung ist immer die Kundenorientierung. Kunden, die bekommen, was sie möchten und wie sie es möchten, werden loyale Kunden. Auf sie ist ein Unternehmen angewiesen, unabhängig davon, ob die wirtschaftliche Lage schwierig ist oder nicht.
Diese simple Erkenntnis ist der wesentliche Grund, warum sich Geschäftsführungen mit der Einführung von ganzheitlichem Enterprise Resource Planning (ERP) beschäftigen. Excel-Anwendungen, von fähigen Mitarbeitern zunächst zur Lösung spezieller Probleme entwickelt und später vielleicht sogar verknüpft, stossen mit der weiteren Entwicklung eines Unternehmens schnell an ihre Grenzen.

Hohe Transparenz auf allen Führungsebenen

Professionelle ERP-Software bringt eine ganz neue Qualität der Transparenz ins Unternehmen. Die Verdichtung und zeitgerechte Präsentation der Daten aus Auftragseingang, Ein-/Verkauf, Lager, Produktion und Buchhaltung erlaubt, schnell Trends zu erkennen und darauf zu reagieren. Mit diesen Informationen lassen sich auf den unterschiedlichen Führungsebenen auch Änderungen im Kundenverhalten beobachten und auswerten.
So genannte Drill-Down-Funktionen verfolgen das verdichtete Resultat bei Bedarf bis zu den Ursprungsdaten zurück und liefern Detailinformationen über die betrieblichen Prozesse. So lassen sich neue Erkenntnisse gewinnen, zusätzliches Verkaufspotenzial entdecken und erkennen, welche Kunden gerade besondere Aufmerksamkeit benötigen.
Besonders gut fahren Unternehmen, die ihre ERP-Systeme mit Business Intelligence kombinieren. Dies erlaubt eine genauere Analyse der relevanten Kennzahlen und führt zu aktuellen, präziseren Informationen über Lagerbestände, Fertigungszeiten oder Servicekosten. Damit ist der Geschäftserfolg zwar noch nicht garantiert, aber nur die genaue Kenntnis der Key Performance Indicators (KPI) ermöglicht fundierte Entscheidungen.
Nicht zu unterschätzen für Erfolg im Markt sind die Konsequenzen aus der Standardisierung. Was zunächst nach Gleichmacherei aussieht («So arbeitet ja auch meine Konkurrenz!») entpuppt sich als wertvoller Denkanstoss, die Geschäftsprozesse zu überprüfen. Nicht selten ergibt sich schon in dieser Phase die erste Kostenreduktion.
Es lohnt sich, die Standardisierung der Prozesse in Angriff zu nehmen. Denn die Differenzierung am Markt findet mehr denn je über den Kundenservice statt. Die IT an sich stellt dazu keinen strategischen Wert dar.
Social Networks:


Themenverwandtes
Philosophie und Strategie der Kundenpflege
Customer Relationship Management hört nicht mit der Installation einer Software auf. Echter Nutzen ergibt sich nur mit einer durchdachten CRM-Strategie. weiter
CRM: So geht man richtig vor
CRM: So geht man richtig vor
Ohne eine gut durchdachte Strategie scheitern CRM-Projekte in Unternehmen erfahrungsgemäss nur zu rasch. weiter
Der Irrglaube an die Allmacht der KPI
Der Irrglaube an die Allmacht der KPI
400 PS mögen für den einen die Erfüllung eines Bubentraumes darstellen, für den anderen sind sie aus ökologischer Sicht eher ein Albtraum; um ein Formel-1 Rennen zu gewinnen, sind weiter
Kommentare
Kommentar verfassen
Kommentar verfassen
Name:

Message:
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe ein:

Artikel Bewertung

E-Mail-Adresse

Swiss IT Magazine Daily
(IT-News Aktuell)

Swiss IT Magazine Weekly
(News-Überblick der vergangenen Woche)

Abonnieren!
Mehr Infos über die Newsletter
HEFTARCHIV

In der aktuellen Ausgabe:

  • Digital Imaging & Crossmedia
  • Print im Web-2.0-Zeitalter
  • Marktübersicht: A3-Multifunktionsgeräte
zum Archiv

KONTAKT ZUR REDAKTION

 

Sie wollen uns etwas mitteilen? Anregungen, Kritik, Lob oder Stories? Dann schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an die Swiss IT Magazine-Redaktion.